Einer für Alle: Facebook und Twitter mit Google+ zentral verwalten

Google+, Facebook, Twitter: Viele von uns sind gleich auf mehreren sozialen Netzwerken angemeldet. Den Überblick über die verschiedenen Onlineprofile zu behalten und sie zu pflegen kostet viel Zeit. Seit einigen Wochen ist es möglich, alle Konten mit einem einzigen Login zentral zu verwalten. Das ist nicht nur für uns Internetnutzer von Vorteil. Große Unternehmen wie Google und Facebook kommen durch die Kombination von Diensten wirtschaftlich auf ihre Kosten.

 

Noch letztes Jahr lieferten sich die Unternehmen Facebook und Twitter einem bitteren Konkurrenzkampf. Kurz darauf verbündeten sie sich gegen das soziale Netzwerk Google+. Jetzt haben wider Erwarten alle drei Unternehmen kooperiert und wichtige Funktionen miteinander kombiniert: Seit Anfang dieses Jahres können die drei Netzwerke über nur einen einzigen Login verwaltet werden – über den Google+ Login. Über ein Plugin ist es jetzt möglich, Nachrichten über den zentralen Google+ Account zu lesen und zu schreiben, zu kommentieren und zu teilen (eine Vide0-Anleitung  zur Einrichtung findet ihr hier).

 

Was hat es mit der Kombination von Onlinediensten auf sich?

Internetgeschäfte basieren häufig auf Win-Win-Situationen: Hintergrund der Verbindung von Facebook- und Twitterfunktionen war, den Konkurrenzkampf der beiden Unternehmen abzuschwächen. Facebook wollte verhindern, dass angemeldete User zu anderen Anbietern wechseln. Der Microblogging-Dienst Twitter hatte zum Ziel, durch das Einbringen von Facebookbeiträgen die Inhalte der Nutzer aktuell zu halten. Als Mitglieder sozialer Netzwerke geben wir täglich viele Informationen über uns preis. Wir setzen Likes unter Produkte, die wir mögen und treten kommerziellen Facebookgruppen bei. Die Anzahl unserer Kontakte und Interaktionen mit anderen verrät, wie gut wir sozial vernetzt sind. Unternehmen erfassen diese Daten über Webanalysen und werten sie für ihre Zwecke aus. Es entsteht eine Sammlung wertvoller Informationen über jeden einzelnen Nutzer.

Google hat vor einigen Jahren Youtube und Picasa gekauft; die unternhemenseigenen Softwares Docs, Earth, Maps, News, Books und Scholar decken eine Bandbreite wichtiger Services ab. Egal ob wir eine  Adresse suchen oder eine Buchstelle nachlesen wollen: Google hilft uns. Was steht am Ende der Kombination verschiedener Dienste? Die Fusionierung aller Unternehmen zu einem Kommunikationsgiganten? Auch auf sozialen Netzwerken wie Facebook können wir immer mehr erledigen: Wir lesen bereits weniger Artikel auf Nachrichtensites, weil wir über geteilte und gelikte Inhalte anderer den Eindruck haben, mit Neuigkeiten versorgt zu werden. Wir schreiben weniger Emails, weil Facebooks Nachrichtenfunktion unkomplizierter als Web und GMX ist. Das Telefonieren ersetzen wir immer öfter durch Chats.

 

Die Vor- und Nachteile liegen auf der Hand

Aber wie schlimm ist das? Welche Konsequenzen hätte es, nur noch einen einzigen Kommunikationsanbieter zu verwenden? Wir müssten akzeptieren, dass Werbung und Nachrichten, die uns im Netz erreichen, perfekt auf uns zugeschnitten sind. Und dass wir uns damit in einer sehr kleinen Welt mit wenig inhaltlichen Perspektiven bewegen. Wir müssten beispielsweise sicher sein, dass ein großes Unternehmen wie Google seinem Motto ‚don’t be evil‚ treu bleibt und dafür sorgt, dass unsere Daten gegen Hacking geschützt sind.

Durch die einfache Handhabung dreier Accounts über einen Login sollen Nutzer den hohen Zeitaufwand für die soziale Kommunikation minimieren können. Haben die Anbieter Angst vor dem Phänomenn der „Social Media Fatigue“ – einer Ermüdungserscheinung, die wir wegen der anstrengenden Mehrfachnutzung zeigen könnten? Wer hat ausreichend Zeit für die Pflege mehrerer Images im Netz? Ein Aspekt, der neben der Zeitersparnis für die Verbindung der Accounts spricht, ist die Passwortsicherheit. Je weniger Konten wir haben, desto kleiner ist die Gefahr, aus Faulheit überall das gleiche Passwort zu verwenden. Wenn wir in Zukunft nur noch ein einziges brauchen, um zu kommunizieren,  muss es ein gutes sein. Wie man sich eine gewitzte Kombination erstellt, kann übrigens hier nachgelesen werden.

 

 

 

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Bildquelle: eigenes Bild, alle Rechte vorbehalten.

Comments
One Response to “Einer für Alle: Facebook und Twitter mit Google+ zentral verwalten”
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