Google Mars View

Aus aktuellem Anlass der „Curiosity“-Landung haben wir uns mal die Angebote Google Moon und Google Mars angeschaut und herausgefunden: Die sind auf jeden Fall ausbaufähig. Während ersteres nur Karten der Apollo-Missonen bereitstellt, ähnelt das zweite momentan noch mehr moderner Kunst als seriöser Kartographie. Die NASA-Mission auf dem Mars könnte doch jetzt mal ein Anstoß sein, die Angebote auszubauen. Denn spätestens, wenn die NASA Leben auf dem Mars findet, wird das Interesse an diesen Angeboten drastisch steigen. Oder? Eine leicht ironische Betrachtung.

 

Wenn wir einen Termin an einem Ort haben, den wir nicht kennen, gehen wir auf Google Street View. Nach der ersten Aufregung und vielen gepixelten Häusern ist das heute das normalste der Welt. Zack, Adresse rein, das kleine Männchen auf die Adresse ziehen und mal schauen, wo man genau hin muss. Das ist praktisch, weil innerhalb von Sekunden zu machen. Jetzt habe ich mich aus aktuellem Anlass der „Curiosity“-Landung gefragt, ob es eigentlich schon Google Mars View gibt.

Gibt es natürlich nicht. Wer hätte die Fotos auch machen sollen. Aber: eine Mars-Karte hat Google schon mal. Sieht allerdings momentan noch eher so aus wie moderne Kunst … Have a look.

 

 

Die NASA-Leute wollen mit ihrer „Curiosity“-Expedition herausfinden, ob es auf dem mal Leben gab oder irgendwann mal Leben geben könnte. Das 900kg schwere und ca. 3×2 Meter große Gefährt ist zu diesem Zweck mit Röntgen- und Laser-Instrumenten sowie mit modernster Computer-Technologie ausgestattet. Die relevanten Informationen sollen mit einer Art Fingerabdruck von durch Laserstrahlen geschmolzenem Gestein gesammelt werden. Dieser gibt nämlich Auskunft über die chemische Zusammensetzung und geologische Daten. Diese wiederum können dann von entsprechenden Spezialisten ausgewertet werden.

Das aber nur am Rande. Denn hier geht es ja darum, wie wir alle etwas davon haben können. Der Mars-Roboter hat nämlich eine Kamera an Bord und könnte doch nach der Mission noch ein bißchen herumfahren und ein paar Bilder schießen. Oder nicht? Das wäre doch was. Dann könnten wir alle am Rechner nachvollziehen, was da auf dem Mars so passiert. Bisher ist der Mars doch so abstrakt … 248 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Das sollten wir ändern. Okay, die Qualität der Bilder wäre jetzt vorerst nicht so besonders hoch. Aber ich denke, mit 1200 × 1200 Pixel – d.h. 1,44 Megapixeln – und 720p-Videos (10 Bildern pro Sekunde) würden wir uns wohl für’s erste zufrieden geben.

Auf dem Mond kann man immerhin schon mal die Apollo-Karten ansehen. Darauf sind die dann einzelnen Stationen der einzelnen Mission zugeordnet und kommentiert. Immerhin ein Anfang. Aber mal so über den Mond oder den Mars spazieren …

 

 

Man stelle sich jetzt nur mal vor, die NASA fände tatsächlich heraus, es gäbe die Möglichkeit irgendwann mal auf dem Mars zu leben. Ja, dann müsste man aber nicht mehr lange warten, bis sich die Ersten ein Grundstück auf dem Mars sichern wollen. Und ohne Google Mars View wäre so eine Begehung wohl für’s Erste schlecht möglich. Lasst den Roboter also einfach noch ein bißchen oben, damit wir dann bald über den Mars surfen können!

 

 

 

lg

Bildquelle: FlyingSinger (flickr.com) unter cc by 2.0

Comments
One Response to “Google Mars View”
  1. Marsgeist sagt:

    Vielleicht ist ja schon was gefunden worden, denn das Bildmaterial ist ziemlich ausgesucht und dürftig…..

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