Bück dich raus!

Es ist eine Geschichte, die stutzig macht. Ein ganz normaler Arbeitstag im Leben des G. Er steht auf, geht zur Arbeit. Er checkt seine Termine, checkt die Aufträge und checkt sein Facebook-Profil. Ein stressiger Tag steht bevor, in den er mit etwas Musik starten möchte. Gerade vor drei Wochen waren Deichkind in seiner Stadt – die Party seines Lebens. Er geht auf YouTube und klickt den ersten Titel an, den er findet. Bück dich hoch. Fetter Beat, eingängiger Refrain. Ein guter Start in den Tag, er beschließt das Lied zu posten und seinen Facebook-Freunden damit ebenfalls einen guten Start in den Tag zu bescheren.

So, oder so ähnlich könnte es gewesen sein. G. macht jedoch zwei Fehler. 1. Postet er das Lied auf einem Facebook-Profil, das mit seinem Arbeitgeber verknüpft ist. 2. Schreibt er über das Lied: „Hm, mal überlegen. Wieso gefällt mir ausgerechnet das Lied von Deichkind, my friends!!!“ Der Chef nimmt das persönlich und feuert den Mann.

Immer häufiger hört man, dass Facebook beim Erhalten und Behalten des Arbeitsplatzes eine zentrale Rolle spielt. Nicht nur, dass Mitarbeiter offenbar wegen Posts gekündigt werden. In Amerika soll es sogar schon so weit gekommen sein, dass HR-Mitarbeiter die Bewerber im Bewerbungsgespräch darum baten, ihr Facebook-Profil vor Ort aufzurufen – mit dem Nebeneffekt, dass sie dadurch an alle, nicht nur an die öffentlich sichtbaren Posts, Bilder und sonstigen Daten kamen. Kann es sein, dass Facebook in einem derart existentiellen Bereich, wie dem Arbeitsleben, eine so exponierte Rolle spielt? Und wenn ja, welche Folgen hat das für die zukünftige Nutzung des Mediums?

 

 

 

lg

 

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